Unter dem Begriff "Kochwäsche" wird das Wachen bzw. Reinigen von Wäsche bei einer sehr hohen Temperatur, also nahe dem Siedepunkt, verstanden. Kochwäsche wurde früher, also vor dem Zeitalter moderner Waschmaschinen und Waschmittelf, für helle Wäsche verwendet, um diese sauber und möglichst bakterienfrei zu bekommen.

Fast jede moderne Waschmaschine hat ein Programm für die "Kochwäsche", wo das Wasser dann auf ca. 95° C aufgeheizt wird. Die Frage, die Sie sich nun vielleicht stellen ist, ob das heutzutage überhaupt noch nötig ist.

Die Antwort lautet: Eigentlich nein!

Denn moderne Waschmaschinen haben Programme inklusive, die in Kombination mit Waschmittel auch bei wesentlich niedrigeren Temperaturen ein einwandfreies Ergebnis erzielen.Kochwäsche kann zudem nur für weiße Wäsche genutzt werden, da das heiße Wasser die Farbe in der Wäsche zerstören würde. Darum Kochwäsche immer nur bei weißer Wäsche durchführen!

Warum dann "Eigentlich" ?

Trotzdem kann man sagen, dass vielleicht bei Waschprogrammen mit max. 60°C doch noch Reste wie zum Beispiel Schimmelsporen oder Fettreste bestehen bleiben. Hier macht es von Zeit zu Zeit Sinn die Kochwäsche im Waschmaschinenprogramm durchlaufen zu lassen.

Solche Fettreste, Bakterien und Schimmelsporen können sich auch in der Waschmaschine ablagern, wenn nie eine Kochwäsche mit der Maschine gemacht wird. Deswegen empfehlen wir von Zeit zu Zeit eine leere Wäsche bzw. mit wenig Inhalt auf dem Programm "Kochwäsche" laufen zu lassen. So reinigen Sie Ihre Waschmaschine von innen.

Sie wissen nun, was Kochwäsche ist und ob Sie diese anwenden sollten.


Über den Autor

Manuel Spickipedia Team

Manuel beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Technik, insbesondere mit Handys, Smartphones und PC-Systemen und teilt seine Leidenschaft hier im Blog mit Anderen. Wenn er jemandem bei einem Technik Problem helfen kann, dann freut er sich besonders darüber. Mehr zu Manuel und dem Spickipedia Team findet Ihr hier.

Kommentare (1)

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Ja, Kochwäsche ist nicht nötig, außer um Maschine und Abwasserleitung zu reinigen.
Denn bei diesen Umweltprogrammen wird viel zu wenig und viel zu kaltes Wasser verwendet. Ergebnis? Schmutz und Waschmittelreste (vor allem beim Einsatz von Pulvern) setzen sich in den Ableitungen (sowohl innerhalb der Maschine als auch in der Abwasserleitung des Gebäudes) ab.
Dadurch werden die immer kleiner und verstopfen irgendwann - Hohe Folgekosten durch Wasserschäden können hier entstehen!

Generell empfiehlt es sich von Zeit zu Zeit mal:
- die Wasch-/Spülmaschine bei den sog. umweltschädlichsten Einstellungen (viel heißes Wasser) laufen zu lassen
- die Klospülung ruhig mehrmals (3x) hintereinander zu bedienen.
- Die Waschbecken komplett, Badewanne und Tuschtasse etwas zu befüllen und dann dieses heiße Wasser ablaufen zu lassen (allenfalls mit etwas Seife drin).
Das spült die Leitungen durch und kann einem den Besuch der Rohrreiniger sparen, was den Geldbeutel freut.

 
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